GVM-Studie sieht Milliardenmarkt für IQPAK®
Die IQPAK®-Verpackung hat das Zeug, den Markt für Verpackungen disruptiv zu verändern. Das einfache Prinzip aus einem recyclebaren Kern und dünnen Folienschichten innen wie außen ist bestechend umgesetzt: Hersteller von Lebensmitteln können sie unkompliziert auf bestehenden Anlagen einsetzen und sparen sich das Spülen. Eine Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM), einem der führenden Institute in diesem Bereich, hat nun ergeben: Auf das System wartet ein Milliardenmarkt. Den in Deutschland möglichen Umsatz beziffert die GVM mit bis zu 2,8 Milliarden Euro.
Geniale Grundidee, im Detail durchdacht
Die IQPAK®-Verpackung beruht auf einer einfachen, neuartigen Grundidee: Sie besteht aus einem wiederverwendbaren Mehrwegkern, der außen wie innen von einer dünnen Folie umschlossen wird. Nach Gebrauch wird die Folienschicht refurbished und der Grundkörper direkt wiederverwendet. Die Folge: weniger Müll, kein Spülen, geringere Kosten für die Lebensmittelbranche. Die IQPAK®-Verpackung verbindet die Flexibilität von Einweg- mit der Nachhaltigkeit von Mehrwegverpackungen – und übertrifft diese sogar: Weil das energieintensive Spülen wegfällt, ist die CO2-Bilanz besser als bei herkömmlichen Mehrwegsystemen.
Die IQPAK®-Arbeitsgemeinschaft aus Löning + Partner und Fraunhofer LBF wollte nun wissen, wie groß das Potenzial des Systems im wachsenden Markt für Verpackungen ist. Sie gab bei der GVM eine Studie zur Markteinführung in Auftrag. Das Ergebnis in Kurzform: Die Experten sehen einen Milliardenmarkt. Die IQPAK®-Verpackung hat das Potenzial, den Markt für Verpackungen nachhaltig zu verändern.
Ein 3-Milliarden-Markt
„IQPAK® kann eine Vielzahl von Verpackungslösungen substituieren, insbesondere Becher, Schalen und Blockverpackungen“, heißt es im Fazit der GVM-Studie. Sie hat dabei zwei Szenarien berechnet: Bei einer vorsichtigen Schätzung halten die Autoren für das IQPAK®-System allein in Deutschland einen Markt von 15 Milliarden Füllungen p.A. für realistisch – das entspricht 360 Füllungen pro Haushalt. EU-weit kämen weitere 52 Milliarden hinzu.
In einem optimistischen Szenario könnte der Markt sogar 23 Milliarden Füllungen betragen (EU-weit kommen weitere 81 Milliarden hinzu), etwa wenn das IQPAK®-System um Gewindeverschlüsse erweitert werde. Die GVM beziffert den in Deutschland möglichen Umsatz mit dem IQPAK®-System je nach Szenario auf 1,6 bis 2,8 Milliarden Euro. Damit hat IQPAK® das Potential, den Markt für Verpackungen disruptiv zu verändern.
Food- und Beverage-Industrie kann einfach umsteigen und viel Geld sparen
Damit eine gute Idee sich auf dem Markt durchsetzen kann, muss die Umsetzung bis ins Detail stimmen. Die GVM-Studie untersuchte, welche Vorteile die IQPAK®-Verpackung jeweils für die wichtigsten Beteiligten mit sich bringt: für Hersteller, Handel und Endverbraucher.
Die abfüllende Industrie, also die Hersteller von Lebensmitteln, können IQPAK® auf ihren bestehenden Abfüllanlagen verwenden. Hersteller, die mit IQPAK® von Einweg auf Mehrweg umsteigen, brauchen keine Maschinen für das Spülen anzuschaffen. Diejenigen, die bereits Mehrweg einsetzen, sparen sich mit der Umstellung die Maschinen und die Kosten für das Spülen.
Ein weiteres Sparpotenzial: Unternehmen, die IQPAK® für ihre Produkte in Deutschland nutzen, können, so die Studie, einen mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbetrag an EPR-Beteiligungsentgelten und Abgaben in den Einwegkunststofffonds einsparen.
Im Vergleich zu anderen Systemen bietet IQPAK® die Möglichkeit, im Mehrwegkern und der äußeren Folienschicht auch Rezyklate einzusetzen, die für den Einsatz in Lebensmittelverpackungen nicht zugelassen sind – denn nur die innere Folienschicht hat Kontakt mit dem Füllgut.
Die Außenfolie des IQPAK®-Systems ist individualisierbar, ohne dass beispielsweise Aufkleber oder Etiketten angebracht – und im herkömmlichen Mehrweg wieder entfernt – werden müssen.
Handel und Verbraucher profitieren von einfacher Handhabung und schneller Rückgabe
Für den Handel sieht die Studie das einfache Handling der Rückgabe als Vorteil. Die Verpackungen können über einen RFID-Chip erfasst werden. Die Rückgabe kann per App und über Rückgabeboxen erfolgen, das Pfand wird digital per App erstattet – somit bedeutet die Umstellung auf IQPAK® keinen Mehraufwand an der Kasse und einen deutlich reduzierten Aufwand im Leerguthandling.
Und aus Sicht der Endverbraucher? Die müssen das System schließlich annehmen, damit es funktioniert. Auch für sie soll das Leben durch die neuartigen Mehrwegverpackungen leichter werden: Sie können die IQPAK®-Behälter an den Verkaufsstellen oder außerhalb an Wurfcontainern zurückgeben. In der App erscheint das Pfand als Guthaben, dass sie sammeln und digital einlösen können.
Empfehlungen zum Markteintritt: Pilotmärkte in engagierten Regionen
„Die Studie bestätigt, dass IQPAK® nicht nur ein riesiges Potenzial hat, sondern dass auch die Hürden für den Markteintritt überschaubar sind. Denn IQPAK® stellt eine Win-Win-Win-Situation dar: Für Hersteller, für Investoren und für die Umwelt “, erklärt Johann Löning, Gründer und Inhaber von Löning & Partner. „Damit kann IQPAK® den Verpackungsmarkt disruptiv verändern. Um das System gemeinsam in einem Pilotmarkt zu realisieren, suchen wir aktuell einen Ankerinvestor“, so Löning weiter. Das auf Recurring Revenue basierende Geschäftsmodell bezeichnen Löning und Christian Beinert vom Fraunhofer LBF als äußerst robust, dies sei u. a. dem sehr geringen Materialaufwand bei den Hygieneschichten und der hohen Zyklenfestigkeit des IQPAK®-Systemträgers geschuldet.
IQPAK® ist auch für Kommunen interessant, die ihre CO2-Bilanz verbessern oder die Abfallmenge verringern wollen. „Die Abfallmenge kann durch den Umstieg auf IQPAK®-Verpackungen um 55 % – 60 % reduziert werden“, so die Studie.
Die GVM empfiehlt, zunächst einen regionalen Pilotmarkt in Baden-Württemberg aufzubauen. Dort erheben einige Kommunen bereits lokale Verpackungssteuern auf den Einsatz von Einwegverpackungen. Die Autoren erwarten in der Region auch deshalb die größte Unterstützung etwa für zentrale Rückgabemöglichkeiten. Die GVM-Studie schlägt vor, dort mit einer 1:1-Substitution bestehender Behälter zu beginnen.
Lesen Sie die Kernbotschaften der Studie im Download. Für Fragen zur Vollversion der Studie wenden Sie sich bitte an: Johann A. Löning | 0170 452 55 99 | moc.kapqi@ofni