IQPAK®: GVM-Studie sieht Milliardenmarkt für neues Verpackungssystem
Eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) zum Markteintritt von IQPAK® geht von einem riesigen Potenzial aus: Allein in Deutschland könnten IQPAK®-Verpackungen jedes Jahr 23 Milliarden Füllungen ersetzen. Den möglichen Umsatz innerhalb des deutschen Verpackungsmarktes beziffert die GVM, eines der führenden Institute für Verpackungsmarkt-Forschung, je nach Szenario auf 1,6 bis 2,8 Milliarden Euro. Dabei könne die Abfallmenge mehr als halbiert werden.
Darmstadt, Oldenburg, 16.07.2025: Einwegverpackungen erzeugen große Mengen Müll. Mehrwegverpackungen hingegen bedeuten für Abfüller durch Rücknahme und Spülen einen großen, energieintensiven Aufwand. Die IQPAK®-Verpackung bietet eine Alternative für beide Systeme. Die neuartige Verpackung besteht aus einem wiederverwendbaren Mehrwegkern mit RFID-Chip, der außen wie innen von einer dünnen Schutzschicht umschlossen wird. Nach Gebrauch wird die Schutzschicht refurbished und der Grundkörper direkt wiederverwendet. Dadurch fällt weniger Müll an, die CO2-Bilanz ist hervorragend und für die Abfüllbetriebe entfällt die Investition in Spültechnik und der Spülvorgang. Die zurückgegebenen Verpackungen werden in Refurbishment-Centern aufbereitet – also weder im Handel noch bei den Lebensmittelherstellern.
„IQPAK® kann eine Vielzahl von Verpackungslösungen substituieren, insbesondere Becher, Schalen und Blockverpackungen“, heißt es im Fazit der GVM-Studie, die von der IQPAK®-Arbeitsgemeinschaft aus Fraunhofer LBF und Löning + Partner in Auftrag gegeben wurde. Bei einer vorsichtigen Schätzung liege der Markt für das System bei 15 Milliarden Füllungen p.A. – das entspricht jährlich 360 Füllungen pro Haushalt. EU-weit kämen weitere 52 Milliarden hinzu.
Umsatz zwischen 1,6 bis 2,8 Milliarden Euro allein in Deutschland möglich
In einem optimistischen Szenario könnte der Markt für das System sogar 23 Milliarden Füllungen betragen (EU-weit weitere 81 Milliarden), wenn das IQPAK®-System beispielsweise um Gewindeverschlüsse erweitert werde. Die GVM beziffert den möglichen Umsatz, den das IQPAK®-System innerhalb des deutschen Marktes generieren kann, je nach Szenario auf 1,6 bis 2,8 Milliarden Euro. Der Nutzen für die Umwelt: „Die Abfallmenge kann durch den Umstieg auf IQPAK®-Verpackungen um 55 % – 60 % reduziert werden“, so die Studie.
Leichter Umstieg, große Kostenvorteile für die Food- und Beverage-Industrie
Die GVM-Studie sieht Vorteile des Systems für Food- und Beverage-Industrie, Handel und Endverbraucher. Die abfüllende Industrie, also die Hersteller von Lebensmitteln, können IQPAK® auf ihren bestehenden Abfüllanlagen verwenden. Hersteller, die mit IQPAK® von Einweg auf Mehrweg umsteigen, brauchen keine Maschinen für das Spülen anzuschaffen. Diejenigen, die bereits Mehrweg einsetzen, sparen sich mit der Umstellung die Maschinen und die Kosten für das Spülen.
Ein weiteres Sparpotenzial: Unternehmen, die IQPAK® für ihre Produkte in Deutschland nutzen, können, so die Studie, „einen mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbetrag“ an EPR-Beteiligungsentgelten und Abgaben in den Einwegkunststofffonds einsparen.
Im Vergleich zu anderen Systemen bietet IQPAK® die Möglichkeit, im Mehrwegkern und der äußeren Folienschicht auch Rezyklate einzusetzen, die für den Einsatz in Lebensmittelverpackungen nicht zugelassen sind – denn nur die innere Folienschicht hat Kontakt mit dem Füllgut.
Schnelle Rückgabe und einfaches Handling für Handel und Verbraucher
Für den Handel sieht die Studie das einfache Handling der Rückgabe als Vorteil. Die Rückgabe kann per App und über Rückgabeboxen erfolgen, das Pfand wird digital erstattet – somit bedeutet die Umstellung auf IQPAK® keinen Mehraufwand an der Kasse und einen deutlich reduzierten Aufwand im Leerguthandling.
Dies ist zugleich auch ein wichtiger Vorteil aus Sicht der Endverbraucher. Sie können die IQPAK®-Verpackungen an den Verkaufsstellen oder außerhalb an Wurfcontainern zurückgeben. Die App bietet zudem die Möglichkeit, die Kundenbindung zu erhöhen. IQPAK® ist auch für Kommunen interessant, die ihre CO2-Bilanz verbessern oder die Abfallmenge verringern wollen.
Empfehlungen der GVM: Mit 1:1-Substitution in Pilotmärkte
„Die Studie bestätigt, dass IQPAK® nicht nur ein riesiges Potenzial hat, sondern dass auch die Hürden für den Markteintritt überschaubar sind. Denn IQPAK® stellt eine Win-Win-Win-Situation dar: Für Hersteller, für Investoren und für die Umwelt “, erklärt Johann Löning, Gründer und Inhaber von Löning & Partner. „Damit kann IQPAK® den Verpackungsmarkt disruptiv verändern. Um das System gemeinsam in einem Pilotmarkt zu realisieren, suchen wir aktuell einen Ankerinvestor“, so Löning weiter. Das auf Recurring Revenue basierende Geschäftsmodell bezeichnen Löning und Christian Beinert vom Fraunhofer LBF als äußerst robust, dies sei u. a. dem sehr geringen Materialaufwand bei den Hygieneschichten und der hohen Zyklenfestigkeit des IQPAK®-Systemträgers geschuldet.
Die Autoren der GVM-Studie empfehlen, bei der Markteinführung des IQPAK®-Systems zunächst den Fokus auf die 1:1-Substitution von 500 g-Bechern für Molkereiprodukte sowie von Bechern und Schalen als Serviceverpackungen zu legen.
Lesen Sie die Kernbotschaften der Studie im Download. Für Fragen zur Vollversion der Studie wenden Sie sich bitte an: Johann A. Löning | 0170 452 55 99 | moc.kapqi@ofni
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Kai Weller
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